Abdichtung und Injektionsverfahren

Wasser ist einer der hartnäckigsten Gegner im Bauwesen. Es dringt durch Risse, undichte Fugen, porösen Beton und defekte Abdichtungen in Bauwerke ein und verursacht Schäden, die weit über bloße Feuchtigkeit hinausgehen: Bewehrungskorrosion, Frostschäden, Schimmelbildung und langfristig die Gefährdung der Standsicherheit. Eine funktionierende Abdichtung ist daher kein Komfortmerkmal, sondern eine Grundvoraussetzung für die Dauerhaftigkeit eines Bauwerks.

CSE Construction bietet das gesamte Spektrum der Bauwerksabdichtung und Injektionstechnik – von der Fugensanierung in Tiefgaragen über die Rissinjektion an Ingenieurbauwerken bis hin zur großflächigen Abdichtung mit Flüssigkunststoff und Spritzfolie. Mit eigener Spezialausrüstung und über 100 Mitarbeitern setzen wir Abdichtungsprojekte jeder Größenordnung bundesweit um.

Typische Schadensbilder und Ursachen

Undichtigkeiten an Bauwerken haben vielfältige Ursachen. Die häufigsten Schadensbilder, die wir bei unseren Projekten antreffen:

Undichte Fugen – Bewegungsfugen und Arbeitsfugen in Tiefgaragen und Parkhäusern verlieren mit der Zeit ihre Dichtigkeit. Das Fugenmaterial altert, wird spröde oder löst sich vom Bauteil. Wasser und Chloride dringen durch die Fuge in darunterliegende Geschosse oder ins Erdreich ein.

Wasserführende Risse – Risse in Betonbauteilen sind Einfallstore für Wasser. Besonders kritisch sind Risse in Decken und Bodenplatten von Tiefgaragen, durch die chloridhaltiges Wasser auf die Bewehrung gelangt.

Defekte Flächenabdichtungen – Bitumenabdichtungen, Kunststoffdichtungsbahnen oder Beschichtungen auf Freidecks und Dachflächen können durch Alterung, mechanische Beschädigung oder Verarbeitungsfehler ihre Funktion verlieren.

Aufsteigende Feuchtigkeit – In erdberührten Bauteilen kann Feuchtigkeit kapillar aufsteigen und zu Durchfeuchtung, Salzausblühungen und Putzschäden führen.

Drückendes Wasser – Bei hoch anstehendem Grundwasser müssen Kellerwände und Bodenplatten dem Wasserdruck dauerhaft standhalten. Defekte in der Abdichtung führen hier zu massivem Wassereinbruch.

Unser Leistungsspektrum

Fugensanierung

Fugen sind konstruktionsbedingte Schwachstellen in jedem Bauwerk. In Tiefgaragen und Parkhäusern sind sie besonders beansprucht, da sie neben Bewegungen aus Temperaturwechseln und Setzungen auch die mechanische Belastung durch den Fahrzeugverkehr aufnehmen müssen.

Wir sanieren Bewegungsfugen und Arbeitsfugen mit bewährten Verfahren: Einbau neuer Fugenkonstruktionen mit elastischen Profilen und Fugenmassen, Fugenbanderneuerung bei defekten oder fehlenden Fugenbändern, Fugenabdichtung mit Flüssigkunststoff für fugenlose, elastische Übergänge sowie Injektionsverfahren bei wasserführenden Fugen, die von der Oberfläche nicht zugänglich sind.

Am Olympiastadion Berlin haben wir die Fugensanierung am Marathontor mit PU-Abdichtung und PMMA-Fugensystem ausgeführt – ein anspruchsvolles Projekt an einem denkmalgeschützten Bauwerk.

Rissinjektion

Risse in Betonbauteilen müssen je nach Ursache, Breite und Anforderung unterschiedlich behandelt werden. Die Injektionstechnik ist das Verfahren der Wahl, um Risse im Inneren des Bauteils dauerhaft zu schließen.

Kraftschlüssige Rissinjektion mit Epoxidharz stellt die monolithische Tragstruktur des Bauteils wieder her. Das niedrigviskose Harz dringt tief in den Riss ein und verbindet die Rissufer dauerhaft. Dieses Verfahren kommt zum Einsatz, wenn die Tragfähigkeit des Bauteils wiederhergestellt werden soll und keine weiteren Rissbewegungen zu erwarten sind.

Dehnfähige Rissinjektion mit Polyurethan- oder Acrylharzen wird bei beweglichen Rissen oder wasserführenden Rissen eingesetzt. Das elastische Injektionsmaterial kann die Rissbewegungen aufnehmen und dichtet gleichzeitig gegen eindringendes Wasser ab.

Zementbasierte Rissinjektion eignet sich für breite Risse und Hohlräume, bei denen eine Verfüllung mit hydraulisch abbindendem Material sinnvoll ist.

Die Wahl des Verfahrens und des Injektionsmaterials richtet sich nach der Rissursache, der Rissbreite, der erwarteten Rissbewegung und dem Schutzziel (Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit oder Dichtigkeit).

Flächenabdichtung mit Flüssigkunststoff

Flüssigkunststoffsysteme bieten eine fugenlose, vollflächige Abdichtung, die sich nahtlos an die Geometrie des Untergrunds anpasst. Im Gegensatz zu bahnenförmigen Abdichtungen gibt es keine Nahtstellen, die als potenzielle Schwachstellen dienen könnten.

Wir setzen Flüssigkunststoff-Abdichtungen ein auf Freidecks und Dachparkdecks von Parkhäusern, auf Balkonen und Terrassen, in Nassräumen und technischen Bereichen sowie als Ergänzung zu bestehenden Abdichtungssystemen.

Am Parkhaus Hugo-Heimann-Straße in Berlin haben wir die Abdichtung der beiden Freidecks komplett erneuert – eine anspruchsvolle Aufgabe, da die Flächen dauerhaft der Witterung und dem Fahrzeugverkehr ausgesetzt sind.

Spritzfolie und Polyurea-Abdichtung

Spritzfolien und Polyurea-Systeme werden im Spritzverfahren aufgebracht und bilden eine fugenlose, hochelastische Membran auf dem Untergrund. Ihre Vorteile sind die extrem schnelle Aushärtung – die Fläche ist bereits nach Minuten begehbar, die hohe Elastizität und Rissüberbrückungsfähigkeit, die nahtlose Verarbeitung auch bei komplexen Geometrien und Detailanschlüssen sowie die hohe mechanische Belastbarkeit.

In der Tiefgarage Diestelmeyerstraße in Berlin haben wir eine innovative Abdichtung mit fugenloser Spritzfolie realisiert. In Chemnitz kam eine Spritzabdichtung im Heißspritzverfahren auf den Parkflächen zum Einsatz.

Injektionsverfahren gegen drückendes Wasser

Bei Wassereinbruch durch Kellerwände, Bodenplatten oder Arbeitsfugen setzen wir Injektionsverfahren ein, um das Bauwerk von innen abzudichten. Das Injektionsmaterial wird durch Bohrpacker in das Bauteil gepresst und bildet im Riss- oder Fugenbereich eine wasserdichte Barriere.

Je nach Situation kommen verschiedene Materialien zum Einsatz: Polyurethanharze, die bei Kontakt mit Wasser aufschäumen und den Wasserzutritt sofort stoppen, Acrylgele für die großflächige Abdichtung von wasserführenden Bereichen und Epoxidharze für die kraftschlüssige und wasserabdichtende Injektion in einem Arbeitsgang.

An einer Schleusenkammer in Sachsen-Anhalt haben wir eine 20 m hohe vertikale Fuge mit Spezialinjektionen und CSE-eigener Technik instandgesetzt – ein Projekt, das höchste Anforderungen an Material und Verarbeitungskompetenz stellte.

Abdichtung von Arbeitsfugen und Sollrissfugen

Arbeitsfugen entstehen zwangsläufig bei der Betonherstellung, wenn Betonierabschnitte aufeinandertreffen. Sie sind häufige Schwachstellen für den Wassereintritt. Wir dichten Arbeitsfugen ab durch nachträglichen Einbau von Injektionsschläuchen mit anschließender Injektion, Verpressen mit quellfähigen Materialien und oberflächige Abdichtung mit Flüssigkunststoff oder elastischen Beschichtungen.

Entwässerung als Teil des Abdichtungskonzepts

Eine Abdichtung kann nur funktionieren, wenn das Wasser kontrolliert abgeführt wird. Deshalb betrachten wir die Entwässerung immer als integralen Bestandteil des Abdichtungskonzepts. Wir installieren Rinnensysteme und Punktabläufe, optimieren das Bodengefälle für einen zuverlässigen Wasserabfluss und erneuern defekte Entwässerungsleitungen und Anschlüsse.

In der Tiefgarage Berner Straße in Berlin haben wir neue Edelstahl-Entwässerungsrinnen eingebaut, die das Oberflächenwasser zuverlässig aufnehmen und ableiten. In der Tiefgarage Wallstraße kam ein neuer Gefälleestrich zum Einsatz, um stehendes Wasser dauerhaft zu vermeiden.

Unsere Referenzprojekte

Olympiastadion, Berlin – Fugensanierung am denkmalgeschützten Marathontor. PU-Abdichtung und PMMA-Fugensystem.

Schleusenkammer, Sachsen-Anhalt – Instandsetzung einer 20 m hohen vertikalen Fuge. Spezialinjektionen mit CSE-eigener Technik unter anspruchsvollsten Bedingungen.

Tiefgarage Diestelmeyerstraße, Berlin – Innovative Abdichtung mit fugenloser Spritzfolie als Alternative zur konventionellen Bahnenabdichtung.

Tiefgarage Chemnitz – Spritzabdichtung im Heißspritzverfahren auf Parkflächen und Rampen.

Parkhaus Hugo-Heimann-Straße, Berlin – Kompletterneuerung der Abdichtung auf zwei Freidecks. CSE als Generalunternehmer.

Tiefgarage Wallstraße, Berlin – Neuer Gefälleestrich und Entwässerungskonzept auf 4.000 m².

Tiefgarage Berner Straße, Berlin – Einbau neuer Edelstahl-Entwässerungsrinnen und Abdichtungsarbeiten.

Tiefgarage Friedrichstraße, Berlin – Fugensanierung und Abdichtungsarbeiten auf drei Ebenen.

Tiefgarage Am Markt, Lörrach – Abdichtung und Entwässerung im Rahmen der Komplettsanierung eines 24/7-Parkhauses.

Häufige Fragen zu Abdichtung und Injektionsverfahren

  • Typische Anzeichen sind tropfendes Wasser an der Deckenuntersicht, Pfützenbildung auf Parkflächen trotz Entwässerung, Kalkausblühungen und weiße Ablagerungen an Betonoberflächen, feuchte Flecken an Wänden und Stützen sowie sichtbar beschädigte oder abgelöste Fugenmassen.

  • Kraftschlüssige Injektion (meist mit Epoxidharz) verbindet die Rissufer starr und stellt die Tragfähigkeit des Bauteils wieder her. Dehnfähige Injektion (mit PU- oder Acrylharzen) bleibt elastisch und kann Rissbewegungen aufnehmen. Die Wahl hängt davon ab, ob der Riss noch arbeitet und ob primär die Tragfähigkeit oder die Dichtigkeit wiederhergestellt werden soll.

  • Ja, durch Injektionsverfahren lassen sich Risse und Fugen auch von der Innenseite abdichten. Flächige Abdichtungen auf der Innenseite sind mit Dichtungsschlämmen oder speziellen Beschichtungssystemen möglich. Bei stark drückendem Wasser ist jedoch eine Kombination aus Injektion und flächiger Abdichtung oft die zuverlässigste Lösung.

  • Die Lebensdauer hängt vom Material und der Beanspruchung ab. Hochwertige Fugenkonstruktionen mit elastischen Profilen halten bei fachgerechter Ausführung 15 bis 25 Jahre. Voraussetzung ist, dass die Fuge regelmäßig inspiziert und bei Bedarf nachgearbeitet wird.

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