Innovatives Niederdruckverfahren für die Rissinjektion

Im Bereich der Risssanierung, einer der Kernkompetenzen von CSE Construction, aber auch bei anderen Sanierungsmaßnahmen wenden wir vor allem das ChemCo-Injektionsverfahren (CHIP – ChemCo Injection Process) an. Dies ist ein mit sehr niedrigem Druck arbeitendes Rissinjektionsverfahren unter Verwendung von Epoxidharzen, welches die monolithische Struktur des jeweiligen Bauwerks wieder herstellt. Die von uns eingesetzten, hochspezialisierten Materialien erlauben den Einsatz des CHIP für kraftschlüssige Sanierungen trockener, feuchter, wasserführender und unter Druck wasserführender Risse bei den unterschiedlichsten Umgebungen und Bedingungen. Das CHIP bzw. die speziell dafür entwickelte Injektionspumpe arbeitet auf niedrigem Druckniveau (0–5 bar), wobei sichergestellt ist, dass das Harz wegen des schwachen Druckes und der geringen Viskosität Risse ab 0,1 mm an der Oberfläche und Feinstrisse und Verästelungen bis 0,01 mm ausfüllt.

Die herkömmlichen Hochdruckverfahren - Stichwort Rissverpressung - können eine derartige Penetration in aller Regel nicht erreichen und fügen den ohnehin geschwächten Bauwerken darüber hinaus häufig durch den entstehenden Staudruck weitere Folgeschäden zu. Der Ausdruck Rissverpressung untermauert dabei direkt, wo vielfach das Problem liegt. Durch Einsatz des CHIP werden die Mikrorisse vollständig verschlossen und damit die Ausweitung der Rissbildung verhindert. Die vorhandene Bewehrung wird konserviert, so dass sich selbst Rostansätze nicht weiter ausbreiten können.

Ohne die Oberflächenstruktur zu beschädigen verwenden wir die vorhandene Rissöffnung zum Injizieren. Nur bei stark verschmutzten, verkalkten oder versinterten Rissen bohren wir den Riss wenige Millimeter an. In der Regel erreichen wir in einer Tiefe von 5 mm schon den offenen Zugang zum Riss. Hier wird ein Klemmstift eingesetzt, über den das Harz injiziert wird. Das Verfahren verringert nicht nur das Risiko eines hydraulischen Staudrucks innerhalb der Struktur, sondern erhöht auch das Fließverhalten unserer dafür speziell entwickelten Injektionsharze.

Durch das CHIP können wir erreichen, dass hohe Zug- und Druckbeanspruchungen, die im Bauwerk durch Temperaturunterschiede entstehen, in kürzester Zeit aufgenommen werden, bevor sich diese Spannungskräfte negativ auf die Verbindungseigenschaften auswirken können. Das CHIP kann auch in dynamisch belasteten Rissen während des laufenden Betriebes eingesetzt werden. Dies ist u.a. wichtig, wenn z.B. Parkhäuser oder Tiefgaragen saniert werden, in denen während der Arbeiten der Verkehr fließt.

Während das CHIP bei vielen unserer Risssanierungsprojekte das geeignetste Verfahren darstellt, wenden wir abhängig von den jeweiligen Erfordernissen und den Wünschen des Auftraggebers selbstverständlich auch andere Technologien zur Erreichung des bestmöglichen Sanierungserfolges an.